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Zu Fuß das Glück suchen

Was sind die Zutaten für ein glückliches, gutes Leben? Zu Fuß hat sich die Autorin Petra Bartoli y Eckert auf die Suche nach Antworten begeben. Drei Wochen lang, mit dem Rucksack und bei jedem Wetter. Über die Zufallsbegegnungen auf ihrer Reise und die Erkenntnisse berichtet sie im Interview.

Frau Bartoli y Eckert, Sie haben sich zu Fuß auf den Weg gemacht, um das Glück zu suchen und ihre Erlebnisse in einem Buch festzuhalten. Wie ist die Idee dazu entstanden?

Ich denke, viele sind auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit – genau wie ich. In der Vergangenheit hatte ich immer wieder Ratgeber in der Hand, die Zufriedenheit und Glück versprachen, wenn man nur dieses oder jenes berücksichtigen oder endlich machen würde. Doch ich habe gemerkt: Wenn das so einfach wäre, würden ja alle ein zufriedenes Leben führen. Wenn ich im Laufe meines Lebens alte Gewohnheiten abgelegt oder mich verändert habe, lag das oft daran, dass ich gute Vorbilder hatte. Und so ist die Idee entstanden, Menschen nach Zufriedenheit und einem guten Leben zu befragen, die als Vorbilder dienen können. Das sollte zu Fuß passieren, weil das genau das richtige Tempo ist, damit Gedanken und Seele beim Unterwegssein hinterherkommen.

Sind Sie auf Ihrer Reise dem „guten Leben“ tatsächlich nähergekommen?

Auf alle Fälle! Ich habe viel gelernt – durch die Begegnungen mit besonders zufriedenen Menschen und über mich. Die Gelassenheit der Menschen, denen ich begegnen durfte, hat schon ein wenig auf mich abgefärbt. Ich merke, dass ich mich im Alltag weniger schnell aus der Ruhe bringen lasse. Und ich habe gelernt, dass ich gut mit mir allein sein kann. Das war eine wichtige Erfahrung, während ich viele Etappen auf mich selbst gestellt war. Ich glaube, ein Leben lang Neues dazulernen und sich selbst besser kennenzulernen, trägt auf jeden Fall zu einem guten Leben bei.

Wenn Sie die 15 Interviews, die Sie geführt haben, Revue passieren lassen: Gibt es wiederkehrende Tipps für persönliches Glück und ein gutes Leben? Und wenn ja, welche sind das?

Die erste Voraussetzung hat mir eine 80-jährige Wanderin auf einem Berggipfel mitgegeben: Man muss Zufriedenheit und ein gutes Leben schon auch wollen! Was ich auch erfahren habe: Zufriedenheit und gutes Leben hat nichts mit Besitz zu tun. Es sind in der Regel schöne Momente, die man bewusst erlebt, für die man dankbar ist und an die man sich gerne erinnert, die zu einem guten Leben beitragen. Überhaupt: Sich Zeit nehmen, um darüber nachzudenken und nachzuspüren, wofür man dankbar ist – das ist eine wichtige Voraussetzung für Glück und Zufriedenheit. Und nicht zuletzt: loslassen können. Denn im Leben läuft selten alles rund. Alle besonders zufriedenen Menschen, die ich getroffen habe, konnten loslassen. Das Hadern sein lassen und sich nach einer gewissen Zeit der Trauer oder des Frustes wieder den positiven Dingen im Leben zuwenden.

Welches Gespräch oder welches Erlebnis hat Sie am meisten berührt?

Jede Begegnung war etwas ganz Besonderes. Ein Gärtner, den ich interviewen durfte, hat mir sofort sein Gästezimmer zum Übernachten angeboten. Obwohl wir uns vorher noch nie gesehen hatten. Ein Kriminalkommissar hatte während des Interviews, das ich mit ihm führen durfte, Tränen der Rührung in den Augen. Eine Nonne – mit Smartwatch am Handgelenk und einer Gebets-App auf ihrem Handy – hat erzählt, wie sie humorvoll Kontra gibt, wenn sie provoziert wird. Was auch einen tiefen Eindruck hinterlassen hat, waren Etappen, die ich trotz aller Widrigkeiten geschafft habe: eine Kletterpartie am Abhang oder stundenlanges Wandern bei Dauerregen.

Wie wichtig sind materielle und finanzielle Unabhängigkeit für unsere Lebenszufriedenheit?

Ich denke, Luxus und Statussymbole spielen beim Zufriedensein und für ein gutes Leben gar keine Rolle. Allerdings glaube ich, dass es schon wichtig ist, finanziell einigermaßen abgesichert zu sein. Ich war vor einigen Jahren mit einer Kinderhilfsorganisation in Mosambik – einem der ärmsten Länder der Welt – unterwegs. Die Menschen, denen ich dort begegnet bin, wollten auch ein gutes Leben. Aber in erster Linie wollten sie ausreichend zu essen und ein Dach über dem Kopf haben. Wenn existenzielle Dinge nicht gesichert sind, tritt die Suche nach dem guten Leben in den Hintergrund. Dann gibt es Wichtigeres!

Wollen Sie demnächst wieder reisen, um das „gute Leben“ oder andere Dinge zu suchen?

Ja, das mache ich bereits. Letztes Jahr habe ich für ein neues Buchprojekt zu Fuß die Alpen überquert. Und bin dabei wieder Menschen begegnet, die mir von ihrem Leben erzählt haben. Gerade plane ich den nächsten Weg. Ich habe festgestellt, dass ich sehr gerne so arbeite: Sich zu Fuß auf den Weg zu machen, dabei Menschen zu begegnen, von denen man etwas lernen kann, und dann darüber zu schreiben.

Zum Schluss: Was macht Sie persönlich glücklich?

Gehen macht mich glücklich. Ich bin seit meiner Interview-Tour für das Buch ständig zu Fuß unterwegs, gehe wandern oder einfach nur lange spazieren. Und Zeit mit meiner Familie verbringen und ein gutes Buch lesen, das macht mich auch glücklich.

www.petra-bartoli.de

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Über den Kolumnenautor

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Oliver Schönfeld

Was ist eigentlich Glück? Ist es ein subjektives Gefühl oder lässt sich Glück objektiv messen? Hat Glück etwas mit Geld zu tun, zum Beispiel mit einem Lotteriegewinn? Denken Menschen in anderen Ländern ähnlich? Dieser und ähnlichen Fragen geht der Kolumnist Oliver Schönfeld jede Woche an dieser Stelle nach. Dabei nimmt er auch die Eurojackpot-Welt unter die Lupe und berichtet hautnah über aktuelle Themen, Trends und Kuriositäten.

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Axel Weber

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