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„Wenn wir auf unser Vertrauenskonto einzahlen, wächst das persönliche Glück“

Vertrauen und Glück – das eine ist ohne das andere nicht vorstellbar. Das sagt Eva Schulte-Austum, eine der führenden Vertrauensexpertinnen in Deutschland. Zum „Internationalen Tag des Glücks“ am 20. März verrät sie im Interview ihre Tipps, wie wir uns selbst im Alltag mehr glückliche Momente verschaffen können.

Sie sind Deutschlands bekannteste Vertrauensexpertin. Was ist Ihre Meinung, können wir ohne Vertrauen glücklich sein?

Nein, denn Vertrauen und Glück können gar nicht ohneeinander! Menschen kommen bereits mit dem Bedürfnis auf die Welt, anderen vertrauen zu können. Wenn wir ein zufriedenes Leben führen wollen, gehören dazu in jedem Fall stabile, glückliche Beziehungen. Wir sind nun einmal soziale Wesen – die Corona-Zeit und die damit verbundenen Einschränkungen sozialer Kontakte führen uns das umso bewusster und schmerzhafter vor Augen.

Und wie hängen Vertrauen und Glück zusammen?

Vertrauen ist das unsichtbare Band, das gute Beziehungen ermöglicht – in denen wir uns so akzeptiert fühlen, wie wir sind. Und Glück ist das Gefühl, das sich einstellt, wenn wir mit ganzem Herzen vertrauen.

Warum haben jedoch viele von uns scheinbar das Vertrauen verlernt?

Die Forschung zeigt, dass Menschen sich erst dann mit Vertrauen beschäftigen, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Im Alltag sind es viele kleine Unaufmerksamkeiten, mit denen wir Vertrauen gefährden. Wir fallen anderen unbedacht ins Wort, machen uns lustig über Partner oder Freunde, verraten Geheimnisse weiter. Ohne es uns wirklich bewusst zu machen, tun wir damit genau das Gegenteil von dem, was wir uns für eine gute, vertrauensvolle Beziehung wünschen.

Und wie können wir dies ändern?

Der Weg zurück zu einer vertrauensvollen Beziehung ist möglich, aber beschwerlich. Umso wichtiger ist es also, dass wir uns frühzeitig Gedanken dazu machen, wie wir zu guten Beziehungen beitragen können. Der einfachste Weg ist, sich selbst vertrauenswürdig zu verhalten. In Hunderten Interviews und auf zahlreichen Reisen zu den glücklichsten und vertrauensstärksten Ländern der Welt habe ich neun Tipps – oder auch Vertrauensfaktoren – identifiziert. Sie sind essenziell für uns Menschen, um gute Beziehungen führen zu können. Dazu zählen Verschwiegenheit, Ehrlichkeit, Respekt, Transparenz, Reliabilität, Aufrichtigkeit, Unterstützung, Empathie und Neutralität. Eine einfache Gedankenstütze: Die Anfangsbuchstaben der neun Tipps ergeben das Wort „Vertrauen“.

Die aktuelle Krise setzt vielen Menschen emotional zu. Was können wir tun, um das Grundvertrauen ins Leben nicht zu verlieren?

Dazu habe ich drei Tipps. Erstens ist ein bewusster Medienkonsum wichtig. Wir müssen schlechte Nachrichten nicht zigmal am Tag wieder und wieder hören. Reduzieren Sie das Lesen von Nachrichten, beschränken Sie sich auf ein Medium, dem Sie wirklich vertrauen. Definitiv sollten wir direkt vor dem Zubettgehen keine schlechten Nachrichten mehr konsumieren.

Zweitens ist Dankbarkeit wichtig! Aus neurowissenschaftlicher Sicht handelt es sich dabei um die stärkste Emotion überhaupt. Dieser Superheld der Gefühle hilft uns dabei, dass Wut, Ärger und Missgunst keinen Platz mehr haben. Schreiben Sie jeden Abend drei Dinge und Erlebnisse aus dem Alltag auf, für die Sie dankbar sind – ein gutes Telefonat zum Beispiel, ein Spaziergang an frischer Luft oder das Spielen mit den Kindern. Aus der Forschung wissen wir, dass sich mit dieser Methode nach etwa zwei Wochen bereits positive Effekte einstellen können. Und wer sechs Wochen lang täglich die eigenen Dankbarkeitsmomente notiert, gewinnt dadurch bis zu sechs Monate lang einen positiven Effekt auf die eigene Lebenszufriedenheit.

Drittens ist es wichtig, regelmäßig anderen eine Freude zu machen. Glück wird mehr, wenn wir es teilen. Jemanden anzurufen, der sich alleine fühlt, eine handgeschriebene Postkarte zu versenden, einem Freund Hilfe anzubieten, all das steigert gleichzeitig das eigene Glück. Denn wenn wir anderen helfen, schüttet unser Körper massiv Glückshormone aus – und wir fühlen uns besser! Studien zeigen: Wenn wir mindestens vier Wochen lang jeden Tag etwas für andere tun, senkt das unseren Stresspegel, lässt es uns glücklicher und gesünder und womöglich auch länger leben.

Wie wird Ihrer Einschätzung nach die Welt nach Corona sein – dauerhaft unglücklicher als zuvor? Oder wie finden wir das Glück und das Vertrauen ins Leben zurück?

Jeden Tag haben wir es selbst in der Hand, die Basis für vertrauensvolle Beziehungen zu schaffen. Auch auf Distanz können wir uns emotional verbunden sein. Gerade in der jetzigen Situation können wir uns daher die Frage stellen: Für wen und für welche Beziehungen möchte ich mehr Zeit investieren? Vertrauen ist nämlich ein Konto, auf das wir laufend einzahlen oder von dem wir abheben – abhängig davon, wie wir uns verhalten. Mit vielen kleinen Vertrauensfallen verringert sich der Kontostand womöglich, ohne dass wir es überhaupt bemerken. Wenn wir mehr auf dieses Vertrauenskonto einzahlen, wächst gleichzeitig auch das persönliche Glück!

Was macht Sie persönlich glücklich?

Die Joggingrunde am Morgen, der frisch gebrühte Kaffee, der Spaziergang in der Mittagspause: Glück hat für mich viele kleine Facetten. Glück hoch zehn bedeutet für mich, einen Job zu haben, den ich liebe. Menschen um mich herum zu haben, auf die ich mich verlassen kann. Jederzeit Rückhalt zu erhalten und ihnen auch Rückhalt geben zu dürfen – was wiederum ein echter Vertrauensbeweis ist.

 

Zur Person

Eva Schulte-Austum ist Wirtschaftspsychologin, Business-Coach und „Deutschlands bekannteste Vertrauensexpertin“ (Quelle: ARD). Sie berät Unternehmen zum Thema Führung, Change und New Work. Als Organisationsberaterin hilft sie Unternehmen, eine Vertrauenskultur zu etablieren, in der Mitarbeiter gerne arbeiten, freiwillig Verantwortung übernehmen und Veränderungen aktiv mitgestalten. Mit unterhaltsamen Seminaren und inspirierenden Vorträgen – live und digital – begeistert sie regelmäßig ihr Publikum.

www.eva-schulte-austum.de

 

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Über den Kolumnenautor

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Oliver Schönfeld

Was ist eigentlich Glück? Ist es ein subjektives Gefühl oder lässt sich Glück objektiv messen? Hat Glück etwas mit Geld zu tun, zum Beispiel mit einem Lotteriegewinn? Denken Menschen in anderen Ländern ähnlich? Dieser und ähnlichen Fragen geht der Kolumnist Oliver Schönfeld jede Woche an dieser Stelle nach. Dabei nimmt er auch die Eurojackpot-Welt unter die Lupe und berichtet hautnah über aktuelle Themen, Trends und Kuriositäten.

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Axel Weber

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