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Weniger Ego führt zu mehr Lebensglück

Mit einem zu großen Ego stehen viele Menschen dem eigenen Glück im Weg. Das sagt die Berliner Psychologin Mia Flora. Was es damit auf sich hat und wie wir mit weniger Ego glücklicher werden können, verrät sie im Interview.

Mia Flora, warum ist es so, dass uns zu viel Ego unglücklich macht?

Mia Flora: Das Ego – definiert im psychologischen Sinne – suggeriert uns ein falsches Selbstbild, das zum Beispiel von Statusdenken und überhöhten Erwartungen geprägt ist und damit unsere tatsächliche Natur überdeckt. Das Gegenteil von „Ego“ sind die Momente, wenn wir uns im Flow befinden und ganz bei uns sind. Viele erleben diesen Zustand jedoch nicht, da sie häufig in den Sachzwängen des Alltags gefangen sind. Den Flow hingegen spüren wir beispielsweise beim Sport, bei unseren Hobbys oder im Urlaub – immer dann, wenn wir uns wieder frei wie ein Kind fühlen.

 

Und was passiert, wenn wir dieses Ego überwinden?

Wenn wir unser falsches Selbstbild zurückfahren und uns auf unser wahres Selbst konzentrieren, finden wir zu einem neuen Umgang mit unserem Planeten, unseren Mitlebewesen und nicht zuletzt mit uns selbst. Allerdings ist der Weg raus aus der Ego-Falle nicht leicht. Bei anderen Menschen fällt es uns viel einfacher und schneller auf, wenn sie sich mit ihrem Ego in einer Sackgasse befinden. Sich selbst derart kritisch zu hinterfragen, ist eine der schwierigsten Aufgaben für uns.

 

Also sollten wir lernen, uns so zu akzeptieren, wie wir sind?

Unbedingt! Sich permanent mit anderen zu vergleichen, ist der schnellste Weg, um unglücklich zu werden. Es gibt immer jemanden, der ein noch schöneres Haus besitzt oder noch erfolgreicher ist. Ein derartiger Soll-Ist-Vergleich kann nur scheitern, weil wir uns immer wieder an Konventionen oder anderen Idealbildern orientieren.

Worum es stattdessen geht, zeigt das Märchen vom hässlichen Entlein. Dieses ist so lange unglücklich, wie es ein falsches Selbstbild von sich hat. Erst als es seine wahre Natur erkennt, kann es authentisch als Schwan leben und sein Lebensglück finden. Oder anders gesagt: Jede Blume blüht anders auf und jede Blume ist dabei schön – so wie sie ist. Diese Erkenntnis können und sollten wir auf uns selbst übertragen.

 

So weit, so gut. Nur wie werden wir ein über lange Zeit gelerntes „falsches“ Ego wieder los?

Für mich besteht ein Grundproblem darin, dass Menschen alte, schlechte Gewohnheiten nur schwer ablegen können. Auf diese Weise bleiben viele immer wieder im Hamsterrad ihres Egos gefangen. Verglichen mit einem Computersystem, benötigen wir dringend ein komplettes Update! Aus der Forschung der positiven Psychologie kennen wir heute Strategien und Methoden, mit denen wir vom hässlichen Entlein zum Schwan werden können. Dazu will ich mit meinem Buch keine Patentrezepte geben, weil es nicht den einen Weg für alle gibt, sondern stattdessen einen Instrumentenkasten vorstellen, aus dem die Leserinnen und Leser auswählen können.

 

Haben Sie gleichwohl konkrete Tipps für weniger Ego?

Hilfreich ist es beispielsweise, wenn wir immer mehr Momente im Alltag schaffen, in denen wir selbstvergessen sind und in den Flow kommen – ob beim Sport, beim Spielen mit den Kindern oder anderen Dingen, die uns viel bedeuten. Und wenn wir dabei immer weniger unser Ego pflegen, sind wir quasi automatisch viel stärker im Hier und Jetzt, ohne uns selbst etwas vorzumachen. Oder um Heinz Erhardt zu zitieren: „Glaube nicht alles, was du denkst!“

 

Und auf diese Weise können wir unser persönliches Glück finden?

Genau! Indem wir unsere antrainierte Egozentrik herunterfahren, werden wir als Individuen glücklicher und können auch die Gesellschaft insgesamt glücklicher machen. Wir gehen bewusster und verantwortungsvoller miteinander und mit der Natur um. Ich bin sicher: Jeder Mensch ist eine Blume, die aufblühen kann, wenn wir nicht mehr im Korsett des Ego gefangen sind – dabei wäre ich gerne Aufblüh-Helferin!

 

Zur Person

Mia Flora ist Psychologin, Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin mit eigener Praxis in Berlin. Sie leitet Seminare in Europa und den USA, berät Führungskräfte und hat nach jahrelanger Vorbereitung vor Kurzem ihr erstes Buch „Weniger Ego … Mehr Leben“ veröffentlicht.

 

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Über den Kolumnenautor

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Oliver Schönfeld

Was ist eigentlich Glück? Ist es ein subjektives Gefühl oder lässt sich Glück objektiv messen? Hat Glück etwas mit Geld zu tun, zum Beispiel mit einem Lotteriegewinn? Denken Menschen in anderen Ländern ähnlich? Dieser und ähnlichen Fragen geht der Kolumnist Oliver Schönfeld jede Woche an dieser Stelle nach. Dabei nimmt er auch die Eurojackpot-Welt unter die Lupe und berichtet hautnah über aktuelle Themen, Trends und Kuriositäten.

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Axel Weber

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