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Mehr „Hygge“ bitte – privat und im Beruf

„Hygge“ steht für mehr Gemütlichkeit im eigenen Zuhause. Das skandinavische Konzept kann aber auch die Arbeitswelt glücklicher und schöner machen. Wie es geht, verrät Glücksexpertin Andrea Fischer im Interview.

Frau Fischer, das Licht am Ende des Pandemie-Tunnels wird immer heller, viele Menschen genießen die zurückgewonnenen Freiheiten. Wäre das nicht eine gute Gelegenheit, um auch in Sachen Glück einen Neuanfang zu versuchen?

Für das persönliche Glück ist es nie zu spät. In der Tat sind die Erfahrungen der vergangenen Monate ein Einschnitt, der viele Menschen zum Nachdenken gebracht hat. Bin ich tatsächlich glücklich mit meinem Leben oder funktioniere ich nur? Was ist gut und richtig für mich? Reicht mir das üppige Gehalt, wenn mich die Arbeit eigentlich stresst, frustriert und womöglich auf Dauer sogar krank macht? Was vermisse ich vielleicht in meinem Leben? Was ist mir wirklich wichtig, um mein Leben erfüllt und sinnhaft zu gestalten? Mit einer Art Glücksinventur können wir diesen Fragen auf die Spur kommen. Natürlich tragen wir alle täglich viel Verantwortung, für unsere Partnerschaft, unsere Kinder, unsere Arbeit. Dabei sollten wir aber nicht vergessen, dass wir vor allem auch Verantwortung für uns selbst haben!

Ihr neues Buch heißt „Viele Wege führen zum Glück“. Bedeutet das, dass es den einen Weg zum Glück, der für alle gültig ist, gar nicht gibt?

Es ist sicherlich kein Zufall, dass „Glück“ in der Krise zu den am häufigsten gegoogelten Worten gehörte. Wir alle sehnen uns nach dem großen Lebensglück. Allerdings sind wir Menschen eben auch Individuen. Einen Zehn-Punkte-Plan für mehr Glück, der auf alle zutrifft, kann es daher nicht geben. Jeder und jede sollte den eigenen Weg zum Glück finden. Das Buch, zu dem 15 renommierte Experten Beiträge beigesteuert haben, soll dazu Impulse und Denkanstöße geben. Ich bin sicher: Zu großen Teilen haben wir es selbst in der Hand, unser Leben glücklich zu gestalten. Das fängt mit Achtsamkeit und Selbstfürsorge an. Meine Maxime lautet: Sorge gut für dich selbst, denk nicht ständig darüber nach, was die Nachbarn oder die Kolleginnen und Kollegen über dich denken! Und verhalte dich immer so wertschätzend zu anderen, wie du es dir auch von ihnen wünscht!

Sie sagen, wir haben unser Glück selbst in der Hand. Doch wie können wir es finden und festhalten?

Aus meiner Sicht kommt es vor allem auf unsere eigene innere Haltung an – darauf uns selbst als gestaltenden, eigenverantwortlichen Menschen wahrzunehmen. Wir können uns positiv oder negativ programmieren. Das fängt bereits morgens mit dem Aufstehen an: Starte ich positiv in den Tag, frühstücke ich etwas Leckeres, ziehe ich mir etwas Schönes an, freue ich mich auf den Tag – oder denke ich gleich mit Unbehagen an mögliche Schwierigkeiten, die vor mir liegen? Das macht einen erheblichen Unterschied aus. Am Ende eines Tages können wir festhalten, was wir Wertvolles und Schönes erlebt haben; viele Menschen nutzen dazu ein Glücks- oder Dankbarkeits-Tagebuch. In der Hygge-Philosophie heißt es: das große Glück in den kleinen Dingen finden.

Und wie wichtig sind zwischenmenschliche Beziehungen für unser Glück?

Natürlich brauchen wir Menschen uns und die gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung mehr, als es uns vielleicht bewusst ist. Gerade in der Krise und in der freiwilligen Isolation haben viele das Zwischenmenschliche und seinen Wert wiederentdeckt. Schließlich tragen gelingende Beziehungen und soziales Miteinander wesentlich dazu bei, dass wir uns erfüllt und glücklich fühlen. Diese Erkenntnis sollten wir auch nach Corona weiter beherzigen.

Welche Rolle spielt die Arbeitswelt für unser Lebensglück?

Eine sehr große! Doch leider führen Leistungsdruck und Ellenbogenkultur häufig dazu, dass sich viele unglücklich, gestresst und einsam in ihrem Job fühlen. Genauso wie wir uns im Privatem darum kümmern, wie und womit wir uns wohlfühlen, sollten wir das auch im Beruflichem tun. Beide Bereiche gehören zu unserem Leben und können nicht strikt getrennt werden. Die Dänen etwa machen uns vor, wie es geht. Sie verstehen „Hygge“ nicht nur als Lebensstil fürs Private, sondern machen es sich auch am Arbeitsplatz „hyggelig“. Manche Unternehmen lassen die Mitarbeiter sogar die Wandfarbe im Büro selbst auswählen.

Wozu führt „Hygge“ am Arbeitsplatz?

Hygge im Job kann für viele Unternehmen das neue Konzept sein, um Mitarbeiter, Führungskräfte und Unternehmer statt des kurzlebigen Erfolgs in die berufliche Erfüllung zu begleiten. Wenn sich Mitarbeiter glücklich fühlen, kommt der Erfolg fast von alleine. Nicht Erfolg ist die Basis für unser Glück, sondern unser Glück die Grundlage für Erfolg. Erfolgreiche Unternehmen von morgen setzen daher auf ein wertschätzendes Miteinander, individuelle Mitgestaltung, flexible Arbeitszeiten, wechselnde Rollen in Teams und flache Hierarchien. Und vor allem auf Menschlichkeit im Umgang mit allen Mitarbeitern – egal welche Position und welche Aufgaben sie innehaben.

Zum Schluss: Welche Wünsche ans Glück haben Sie persönlich?

Ich wünsch mehr, dass wir uns wieder unserer wesentlichen Werte und dem, was wir haben, bewusst werden. Es wäre schön, wenn in Zukunft das einzig Ansteckende das Glück wäre – gerade in diesen Zeiten!

Zur Person

Andrea Fischer, Inhaberin der Hygge Akademie, seit über 20 Jahren Beraterin und Moderatorin für Prozesse in der Personal- und Organisationsentwicklung deutscher Unternehmen, Rednerin, Autorin, Mit-Herausgeberin des Buchs „Viele Wege führen zum Glück“ (Springer, 2021)

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Über den Kolumnenautor

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Oliver Schönfeld

Was ist eigentlich Glück? Ist es ein subjektives Gefühl oder lässt sich Glück objektiv messen? Hat Glück etwas mit Geld zu tun, zum Beispiel mit einem Lotteriegewinn? Denken Menschen in anderen Ländern ähnlich? Dieser und ähnlichen Fragen geht der Kolumnist Oliver Schönfeld jede Woche an dieser Stelle nach. Dabei nimmt er auch die Eurojackpot-Welt unter die Lupe und berichtet hautnah über aktuelle Themen, Trends und Kuriositäten.

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Axel Weber

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