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Galaktisch gut oder einfach nur absurd? Der teuerste Schluck der Welt

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was man wohl trinkt, wenn Geld absolut keine Rolle spielt? Ein japanischer Sake aus dem Weltall bricht gerade alle Preisrekorde und lässt selbst den edelsten Champagner wie billigen Schaumwein wirken. Ein Schluck so teuer wie ein Einfamilienhaus: Ist das noch zu rechtfertigen?

Vor wenigen Tagen schreckte eine Meldung die Gourmetwelt auf: Ein kleines Fläschchen Sake hat gerade für umgerechnet 600.000 Euro den Besitzer gewechselt. Das entspricht einem Literpreis von absurden 6 Millionen Euro. Kein Zweifel: Angesichts dieser Summen kann einem bereits schwindlig werden, ohne auch nur einen Tropfen Alkohol konsumiert zu haben.

 

Genuss aus dem All

Doch was ist das Besondere an diesem Reiswein? Getreu dem konfuzianischen Motto „Der Weg ist das Ziel“ hat der Alkohol eine ziemlich lange Reise zurückgelegt. Um exakt zu sein: einmal ins All und zurück. Denn die Fermentation des Getränks fand vor wenigen Wochen auf der Internationalen Raumstation (ISS) statt, unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit. Ende Februar erreichte die Maische sicher die Erde und wurde anschließend in Japan zu insgesamt 116 Millilitern Weltraum-Sake weiterverarbeitet. Genau 100 Milliliter gingen nun für 110 Millionen Yen an einen anonymen Käufer, die übrigen 16 Milliliter wurden für Kostproben zurückgehalten.

Reiswein zum Gegenwert eines wirklich schicken Eigenheims: Ist das noch zu rechtfertigen? Die Verkoster jedenfalls bescheinigen dem astronomischen Tropfen eine „deutliche Säure“ und einen „robusten Sake-Geschmack“. Ganz ehrlich, für über eine halbe Million Euro wäre auch zu erwarten gewesen, dass der Reiswein tatsächlich nach Reiswein schmeckt, oder?

 

Sündhaft teurer Luxus in Flaschen

Wenn Sie nun denken, das sei bereits die einsame Spitze der flüssigen Dekadenz, dann unterschätzen Sie die Kreativität der Luxusindustrie. Schon vor einigen Jahren sorgte der „Billionaire Vodka“ für Schlagzeilen. Kostenpunkt: 3,7 Millionen US-Dollar pro Flasche. Das liegt aber nicht nur am Inhalt, sondern vor allem an der edlen, mit Diamanten übersäten Flasche. Für prickelnde Momente gäbe es dann noch den Taste of Diamonds Champagner für schlappe 1,4 Millionen Euro. Pro Flasche, versteht sich. Er schmeckt bestimmt ganz ordentlich, noch mehr reizt die Sammler allerdings die Flasche mit achtkarätigem Weißgold und weißen Diamanten – viel zu schade für die nächste Altglassammlung.

Diese Beispiele zeigen, dass man es mit dem Luxus eindeutig übertreiben kann. Schließlich bedeutet ein Getränk für eine halbe Million Euro oder mehr den puren Stress. Stellen Sie sich vor: Einmal ungeschickt am Tisch gestikuliert, das Glas kippt um und Sie haben ein halbes Vermögen auf dem Teppich verschüttet.

 

Champagner oder lieber stilles Wasser?

Wer in dieser Woche den Eurojackpot knackt, braucht derart absurd teure Getränke ohnehin nicht. Wetten, dass Sie bereits vom Millionensegen so berauscht wären, dass Sie keine sündhaft teuren Spirituosen mehr benötigen? Und um bei aller Euphorie noch einen halbwegs kühlen Kopf zu bewahren, kann bisweilen ein stilles Wasser die bessere Wahl sein.

Lust auf Eurojackpot? Weitere Informationen gibt es in allen Lotto-Annahmestellen oder unter www.eurojackpot.de.

Über den Kolumnenautor

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Oliver Schönfeld

Was ist eigentlich Glück? Ist es ein subjektives Gefühl oder lässt sich Glück objektiv messen? Hat Glück etwas mit Geld zu tun, zum Beispiel mit einem Lotteriegewinn? Denken Menschen in anderen Ländern ähnlich? Dieser und ähnlichen Fragen geht der Kolumnist Oliver Schönfeld jede Woche an dieser Stelle nach. Dabei nimmt er auch die Eurojackpot-Welt unter die Lupe und berichtet hautnah über aktuelle Themen, Trends und Kuriositäten.

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Axel Weber

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