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Ein Dorf sucht das Glück

Zum Glück geht es nach Moosburg: Das Dorf in Kärnten hat sich zur ersten „Glücksgemeinde“ Österreichs erklärt. Was die Initiatoren damit bezwecken und was den 4.400-Einwohner-Ort so besonders macht, erläutern Bürgermeister Herbert Gaggl und Arnold Mettnitzer, Theologe, Psychotherapeut und Präsident des Vereins „ZumGlueck.Jetzt“, im Interview.

Welcher Art von Glück sind Sie mit Ihren Projekten auf der Spur?

Mettnitzer: Als Psychotherapeut werden mir oft Lebensentwürfe anvertraut, die deshalb gescheitert sind, weil Menschen auf der Suche nach dem Glück das Befriedigen ihrer Bedürfnisse mit dem Stillen ihrer Sehnsucht verwechseln. Befriedigte Bedürfnisse machen immer wieder hungrig, gestillte Sehnsucht macht wenigstens für ein paar Augenblicke glücklich. Dazu muss ein Mensch gelernt haben, zwischen dem Zufallsglück, dem Wohlfühlglück und dem Glück der Fülle zu unterscheiden. Ein wesentlicher Teil meines Berufes besteht darin, Menschen bei ihrer Suche nach dem Glück der Fülle zu unterstützen. Patentrezepte dafür zu liefern, vermag niemand.

Was macht dieses Glück der Fülle für Sie aus?

Mettnitzer: Ein wesentlicher Faktor geglückten Lebens besteht für mich in der Erkenntnis, dass ich reich bin, dass ich in einer Welt leben darf, in der genug für uns alle da ist. Die einzige Voraussetzung für eine solche Erkenntnis besteht in der Bereitschaft, meinen Reichtum mit anderen Menschen zu teilen.

Gaggl: Das Glück der Fülle ist für mich die Anzahl der netten Begegnungen mit Menschen, die mit dem, was sie haben, glücklich und zufrieden sind. Wichtige Faktoren sind unsere wunderbare Natur und besondere Menschen.

Können wir alle lernen, glücklich(er) zu sein? Wie finde ich meinen persönlichen Glücksweg?

Gaggl: Selbstverständlich können wir lernen, glücklicher zu sein. Vielen fehlt nur der richtige Zugang zum Thema. Genau dabei möchten wir mit unserem Projekt unterstützen. Meinen persönlichen Glücksweg finde ich, indem ich offen bin, in mich hinein höre, Anregungen aufnehme und diese für mich anpasse.

Mettnitzer: Wer lernen möchte, glücklich(er) zu werden, muss in seinem Denken und Handeln zu einem Paradigmenwechsel bereit sein: Weg von einer Mentalität der Ressourcenausnutzung hin zu einer Kultur der Potenzialentfaltung, die uns darüber staunen lässt, wie reich wir sind, wie viel ungenutztes Potenzial in uns schlummert und darauf wartet, entdeckt zu werden. Unter dem Strich zählt dann nicht (nur) das, was ein Mensch hat, vielmehr was er mit anderen und (auch) für andere zu leisten imstande ist.

Die erste Glüxakademie, ein Laden zum Glück – viel hat sich in den vergangenen Monaten in Moosburg getan. Wie hat sich das Projekt aus Ihrer Sicht entwickelt, was hat Sie besonders beeindruckt? Und was haben Sie für die kommenden Jahre noch geplant?

Gaggl: Das Projekt hat sich großartig entwickelt. Besonders begeistert haben mich die Diskussionskultur, die Begeisterungsfähigkeit des Teams sowie die Bereitschaft, nicht nur zu reden, sondern auch gemeinsam umzusetzen. In den nächsten Jahren wollen wir das Glück im öffentlichen Raum noch sichtbarer machen. Dazu gehört die Weiterentwicklung der Glüxakademie genauso wie die Errichtung eines Paradiesgartens. Ganz wesentlich soll auch die Implementierung des Schulfaches Glück im Bildungscampus Moosburg sein.

Der „Laden zum Glück“ soll das feilbieten, was im Leben wirklich zählt, aber unbezahlbar ist. Was finden die Besucher dort?

Mettnitzer: In unserem Laden zum Glück findet man Spielerisches, Verspieltes, Glückskekse, zum Schmunzeln Anregendes. Glückssaatgut eben, keine fertigen Produkte, eine Ideenwerkstatt, die die Besucher oft staunen und lächeln lässt. Udo Jürgens hat 1968 in seinem Lied „Was wirklich zählt auf dieser Welt, bekommst du nicht für Geld“ das Lächeln so besungen: „Lächelt dir dann im Stadtgewühl ein ganz Fremder zu, der wohl denkt wie du, diese Sekunde Glücksgefühl, kaufen kannst du sie dir im Leben nie!“ Aus diesem Grund ist in unserem Laden zum Glück alles zu finden, aber es gibt dort nichts zu kaufen.

Kann Moosburg zur Referenz für andere Orte werden? Welche Zutaten braucht es, um eine Glücksgemeinde zu werden?

Mettnitzer: Moosburg hat das Glück nicht für sich allein gepachtet. Weil jeder Mensch die Sehnsucht nach gelungenem Leben in sich trägt, hat die erste Glücksgemeinde Österreichs eines verstanden: Die Wahrscheinlichkeit, ein geglücktes Leben zu führen, wächst dort, wo Menschen aller Altersgruppen sich eingeladen wissen, miteinander auf die Suche zu gehen, ihre Neugier zu wecken, Fantasie zu entfalten. So können sie das Kostbarste, das sie haben, nämlich ihre Lebenszeit, veredeln und diese mit anderen teilen. Das Glück des Menschen lässt sich in jeder Gemeinschaft und so auch in jeder Gemeinde finden. Die Kunst besteht „lediglich“ darin, sich darum zu kümmern und sich dabei von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen.

Gaggl: Für eine Glücksgemeinde braucht es Menschen, die bereit sind, mehr zu tun als sie müssen, die bereit sind, ihr persönliches Glück mit anderen zu teilen und Investitionen für Geist und Seele zuzulassen. Eine der wichtigsten Zutaten ist Herzlichkeit. Damit lassen sich im Grunde alle Türen öffnen, auch die Türen zum Glück.

Zum Schluss: Was macht Sie persönlich glücklich?

Gaggl: Wenn ich dazu beitragen kann, dass Menschen ein glücklicheres, zufriedenes Leben führen können.

Mettnitzer: Dass mir Menschen, die ich ein Stück ihres Weges begleiten darf, täglich ihr Vertrauen schenken, gibt mir mehr Kraft, als ich brauche.

Alle weiteren Informationen zur Glücksgemeinde Moosburg unter zumglueck.jetzt.

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Über den Kolumnenautor

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Oliver Schönfeld

Was ist eigentlich Glück? Ist es ein subjektives Gefühl oder lässt sich Glück objektiv messen? Hat Glück etwas mit Geld zu tun, zum Beispiel mit einem Lotteriegewinn? Denken Menschen in anderen Ländern ähnlich? Dieser und ähnlichen Fragen geht der Kolumnist Oliver Schönfeld jede Woche an dieser Stelle nach. Dabei nimmt er auch die Eurojackpot-Welt unter die Lupe und berichtet hautnah über aktuelle Themen, Trends und Kuriositäten.

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Axel Weber

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