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Die 90-Millionen-Euro-Frage

Einfach mal den Alltag vergessen, buchstäblich Löcher in die Wand starren und die Gedanken schweifen lassen. Tagträume sind nicht nur etwas Schönes, sie tun sogar nachweislich unserem Gehirn gut. Also dann, träumen Sie doch drauflos: Was wäre, wenn Sie am Freitag den Jackpot knacken und auf einen Schlag um 90 Millionen Euro reicher wären?!

Kennen Sie das auch noch aus alten Schultagen? Da war der Mathe-Unterricht mal wieder so langweilig, dass das Gehirn einfach etwas Abwechslung brauchte – egal ob man sich in einen Formel 1-Rennwagen, auf eine schicke Yacht oder einfach nur zurück zum Disco-Besuch vom letzten Wochenende träumte. Erwischten einen die Lehrer bei der geistigen Abwesenheit, gab’s meist Ärger. Dabei wissen Neurowissenschaftlicher heute: Tagträume sind wichtig und nützlich für uns. Von wegen Konzentrationsaussetzer. Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig beispielsweise haben herausgefunden, dass die Träumerei bestimmte Gehirnbereiche fördert und kräftiger werden lässt. Nur so können wir nämlich die Richtung unserer Gedankenreisen bestimmen.

Einer der schönsten Träume in diesen Tagen könnte so aussehen: Sie schauen sich am Freitag im Internet die Ziehung der Eurojackpot-Zahlen aus Helsinki an. Kugel für Kugel wird genau Ihr Tipp gezogen und am Ende Sie sind um 90 Millionen Euro reicher. Was ließe sich mit dem Geld nicht alles anstellen? Erstmal ein schönes Haus und einen Sportwagen kaufen – keine Sache! Das neue 600-PS-Cabrio Ferrari Portofino etwa schlägt „gerade einmal“ mit knapp 200.000 Euro zu Buche – für Multimillionäre ein Klacks. Da könnten Sie gleich die gesamte Familie ausstatten und obendrein noch ein Parkhaus dazu bauen.

Falls Sie schon immer so wie Udo Lindenberg in einem Hotel wohnen wollten, bietet sich das neue Luxushotel „Fontenay“ in Hamburg an. Die Luxussuite mit 200 Quadratmetern Freiraum für Ihre Träumereien kostet 9.000 Euro die Nacht. Der Jackpot reicht also locker für 10.000 Nächte beziehungsweise über 27 Jahre – und mit einem Stammgast-Rabatt dürfte sich der Aufenthalt locker noch um eine paar Jahre verlängern.

Sie sind Fußball-Fan? Dann träumen Sie vielleicht schon lange davon, Sponsor Ihres Heimatvereins zu werden. Wenn wir den Zahlen der Experten von Transfermarkt glauben dürfen, könnten Sie mit den 90 Millionen im Eurojackpot locker den gesamten Kader von Bundesliga-Teams wie Werder Bremen, SC Freiburg oder Hannover 96 kaufen – damit würden Sie in der Kreisliga garantiert Eindruck machen. Um allerdings auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben: Rekordmeister und Nicht-Pokalsieger Bayern München ist auch mit dem Jackpot nicht in Reichweite – hier liegt der Transferwert bei geschätzt gut 780 Millionen Euro.

Ein mindestens ebenso schöner Traum ist es, das eigene Glück mit anderen zu teilen und die Welt ein wenig besser zu machen. Schon mit 20 Euro pro Monat lässt sich ein Kind in Afrika versorgen, ernähren und ausbilden, zeigen Zahlenbeispiele der Caritas. Nur eine Million des Gewinns würde also ein Jahr lang ausreichen, um 4.100 Kinder glücklich zu machen.

Sind das nicht schöne Träume? Dass daraus auch Wirklichkeit werden kann, manchmal sogar doppelt, erlebte jetzt ein Mann in Australien: Er gewann gleich zweimal innerhalb einer Woche und ist nun um umgerechnet 1,5 Millionen Euro reicher. „Das ist zu gut, um wahr zu sein“, wird der 40-Jährige von der australischen Lotteriegesellschaft zitiert. Na also, da dürfen wir getrost weiter auf den 90-Millionen-Jackpot hoffen. Aber Vorsicht: Nicht, dass wir bei aller Tagträumerei noch den Abgabeschluss für den Eurojackpot-Tipp verpassen…

Lust auf Eurojackpot? Mitspielen können Sie in allen Lotto-Annahmestellen und unter www.eurojackpot.de.

Über den Kolumnenautor

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Oliver Schönfeld

Was ist eigentlich Glück? Ist es ein subjektives Gefühl oder lässt sich Glück objektiv messen? Hat Glück etwas mit Geld zu tun, zum Beispiel mit einem Lotteriegewinn? Denken Menschen in anderen Ländern ähnlich? Dieser und ähnlichen Fragen geht der Kolumnist Oliver Schönfeld jede Woche an dieser Stelle nach. Dabei nimmt er auch die Eurojackpot-Welt unter die Lupe und berichtet hautnah über aktuelle Themen, Trends und Kuriositäten.

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Axel Weber

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