33 Millionen Gründe fürs Glück
Tierfreunde wissen es insgeheim: Genau genommen halten wir gar keine Haustiere – im Gegenteil, die felligen oder gefiederten Lebewesen dulden uns lediglich in ihrem Zuhause und scheuchen uns gerne als ihr Personal umher. Ein Arrangement, das sich dennoch lohnt: Denn Hunde, Katzen & Co. machen uns messbar glücklicher, wie eine aktuelle Studie bestätigt.
Über 33 Millionen Haustiere leben in deutschen Haushalten, berichtet der Zentralverband der Heimtierbranche. Spitzenreiter dabei: Katzen mit 15,7 Millionen Exemplaren sowie knapp zehn Millionen Hunde. Das bestätigt, was der unvergessene Loriot schon wusste: „Ein Leben ohne Mops ist zwar möglich, aber sinnlos.“ Denn von dem innigen Miteinander profitieren alle: Die tierischen Mitbewohner freuen sich über Streicheleinheiten und regelmäßigen Futternachschub – und für uns Menschen sind Luna, Balu oder Sunny nun einmal echte Glücksbringer.
Glücksbringer auf vier Pfoten
Den positiven Effekt für unser Lebensglück fördert die aktuelle „Haustier-Studie 2026“ zutage: Mehr als neun von zehn Befragten schreiben ihrem Tier demnach einen positiven Einfluss auf ihr seelisches und körperliches Wohlbefinden zu. Beim ewigen Wettstreit zwischen Hunden und Katzen zeigen sich feine Details: In Sachen Zuwendung, Liebe und Nähe liegen beide nahezu gleichauf. Bei der Aktivität trennen sich dann die Wege. 68 Prozent der Hundehalter berichten, ihr Tier bringe sie in Bewegung, bei den Katzenhaltern sind es nur 44 Prozent – kein Wunder, wenn der Lieblingsplatz der Hauskatze meist das gemütliche Sofa mit extraweichen Kissen ist. Dafür punkten die Felltiger klar beim Thema Entspannung.
Wenn das Haustier mehr Freunde hat als man selbst
Doch unsere tierischen Begleiter sind längst mehr als emotionale Stützen. Viele haben sich still und heimlich zu medialen Stars gemausert. Rund vier von zehn Hunde- und Katzenhaltern posten regelmäßig oder zumindest gelegentlich Aufnahmen ihrer Schützlinge in den sozialen Medien. Spätestens, wenn das eigene Haustier mehr Social-Media-Freunde hat als Sie selbst, sollten Sie sich ernsthaft Gedanken machen – ein herber Schlag für das menschliche Ego, aber ein Triumph für die tierische Evolution.
Aus dem gelegentlichen Katzenvideo kann sogar ein kleines Geschäftsmodell werden. So mancher Lieblingskater wurde schon zum Petfluencer mit festen Werbeverträgen, die nicht nur sein eigenes Futter bezahlen. Doch was wäre noch schöner, als das eigene Haustier für sich arbeiten zu lassen? Na klar, ein Millionengewinn beim Eurojackpot. Dann müssen weder Hund noch Katze vor der Kamera posieren – stattdessen könnten Sie sich gemeinsam mit Ihrem Vierbeiner einfach auf die faule Haut legen und Ihr tierisches Glück in aller Ruhe genießen.
Über den Kolumnenautor
Oliver Schönfeld
Was ist eigentlich Glück? Ist es ein subjektives Gefühl oder lässt sich Glück objektiv messen? Hat Glück etwas mit Geld zu tun, zum Beispiel mit einem Lotteriegewinn? Denken Menschen in anderen Ländern ähnlich? Dieser und ähnlichen Fragen geht der Kolumnist Oliver Schönfeld jede Woche an dieser Stelle nach. Dabei nimmt er auch die Eurojackpot-Welt unter die Lupe und berichtet hautnah über aktuelle Themen, Trends und Kuriositäten.